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Positive und negative gesellschaftliche Stereotype gegenüber Menschen mit psychiatrischen Symptomen: Entwicklung von Erhebungsinstrumenten

Entwicklung von Erhebungsinstrumenten

Positive und negative gesellschaftliche Stereotype gegenüber Menschen mit psychiatrischen Symptomen: Entwicklung von Erhebungsinstrumenten  

Studienleitung: Michaela Wagner-Menghin 

Projektentwicklung: Michaela Wagner-Menghin, Daniel König, Johannes Wancata 

Menschen mit psychiatrischen Symptomen oder Diagnosen erleben im Gesundheitssystem vielfach ungerechtfertigte Diskriminierung, was es Betroffenen erschwert angemessene Hilfe bei gesundheitlichen Problemen aller Art zu suchen. Ursache dafür ist ein automatisch aktivierter negativer erster Eindruck aus dem weitere negative Eigenschaften geschlossen werden, falls das automatisierte Urteil nicht durch bewusste, individualisierte Eindrucksbildung verändert wird.

Bildungsprogramme für Beschäftigte und Studierende in allen Gesundheitsberufen sollen der ungerechtfertigten Diskriminierung von Menschen mit psychiatrischen Symptomen oder Diagnosen begegnen, indem sie individualisierte Eindrucksbildung als Grundlage von helfendem Verhalten fördern.

Zur Messung der Effektivität solcher Programme werden geeignete Erhebungsmethoden benötigt. Bisher eingesetzte Fragebogen erfassen negative Einstellung und den Wunsch nach sozialer Distanz zu Betroffenen Personen. Weil etwaige positive Einstellungsinhalte unberücksichtigt bleiben, besteht die Annahme, dass durch die Messung selbst die stereotype Eindrucksbildung verstärkt werden könnte.

Projektziele:

1. Entwicklung von Erhebungsmethoden zur Beobachtung positiver und negativer gesellschaftlicher Stereotype gegenüber Menschen mit psychiatrischen Symptomen oder Diagnosen.

2. Definition von Lernzielen für Studierende in medizinischen Studiengängen, um professionelle, individualisierte Eindrucksbildung über Menschen mit psychiatrischen Symptomen oder Diagnosen zu ermöglichen.

3. Abbilden des subjektiv erlebten Lerngewinns zum Thema schwere psychiatrische Erkrankungen im Tertial Psychiatrie. 

Präsentationen:

Jahn R, Wagner-Menghin M, Wancata J, König D. Selbsteingeschätzte Versorgungskompetenz Medizinstudierender und wahrgenommenes gesellschaftliches Stigma gegenüber Personen mit schweren psychischen Erkrankungen nach Abschluss des Tertials Psychiatrie – eine Pilotstudie. In: 25. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.  2.-5. April 2025.

M. Wagner-Menghin, F. Schultze-Lutter, A. Theodoridou, R. Jahn, C. Theisen, J. Wancata, D. König (2025). V-08-02 – Welchen Einfluss haben Kontaktinterventionen im Jahr 5 Psychiatriepraktikum für Medizinstudierende auf soziale Emotionen? Eine Machbarkeitsstudie mit einem sozialpsychologischen Modell zum Stereotyp-Emotions-Verhaltens Zusammenhang (#104). In: Wissen schafft Gesundheit. Lebenswissenschaften für Medizin und Gesundheitsberufe. Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung. 8.-10.09 2025, Düsseldorf.

M. Wagner-Menghin, R. Jahn, D. König, J. Wancata (2025). Growing beyond ourselves: What do undergraduate medical students take home following the psychiatry course? In: 19th International IFPE Congress 2025, Trento, Trentino Alto Adige Italy 11/09/25 - 13/09/25