Die Rolle von Framing und Geschlechterstereotype in der Medienberichterstattung über Femizide in Österreich
Studienleitung: Assoc. Prof.in Priv. Doz.in Dr.in Nilufar Mossaheb, M.Sc.
Die Zahl der Femizide in Österreich liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt. Die Istanbul-Konvention und die Wiener Deklaration über Femizid betonen die Bedeutung einer geschlechtersensiblen Medienberichterstattung als Teil umfassender Präventionsstrategien.
Das Projekt untersucht, welche Geschlechterstereotype und Kausalitätsannahmen in österreichischen Printmedien über Femizid vermittelt werden und inwieweit dabei schädliche und protektive Erzählstile verwendet werden. Auch wird geprüft, inwieweit die Berichterstattung den bestehenden Leitlinien zu Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen entspricht, und diskutiert, inwieweit diese Leitlinien auf Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen übertragbar sind. Weiters wird untersucht, wie unterschiedliche Erzählstile die Wahrnehmung von Täter und Opfer sowie die Einstellung zu wirksamen Präventionsmaßnahmen beeinflussen.
Ziel ist es, wissenschaftliche Grundlagen für eine verantwortungsvolle, geschlechtersensible und präventionsorientierte Berichterstattung über Femizid zu schaffen.
Dieses Projekt wird in Kooperation mit der Unit Suizidforschung & Mental Health Promotion am Zentrum für Public Health durchgeführt.
Projektteam: Dr.in Judit Déri, Assoc. Prof.in Dr.in Michaela Wagner-Menghin, Mag.a Dr.in BA MA Brigitte Naderer, Dr.in Antonia Renner, Dr.in Elisa Förster, Univ.-Prof. Dr. Thomas Niederkrotenthaler, PhD MMSc, Assoc. Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr. Benedikt Till