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Leo Silberbauer publiziert Paper in Translational Psychiatry

Forscher der Neuroimaging Labs (NIL) der Klinischen Abteilung für Allgemeine Psychiatrie haben untersucht, wie gängige Antidepressiva aus der Gruppe der SSRIs akut im Gehirn wirken.

Mithilfe der innovativen funktionellen Positronenemmissionstomographie (fPET) in Zusammenarbeit mit der Klinischen Abteilung für Nuklearmedizin, konnten sie zeigen, dass das Medikament den Energieverbrauch in bestimmten, serotonergen Hirnregionen akut verändert.  Überraschenderweise veränderte sich dabei der Blutfluss im Gehirn nicht – die Effekte betreffen also offenbar direkt den Energiebedarf der Nerven- und Gliazellen. Die Ergebnisse helfen, die Wirkweise von Antidepressiva besser zu verstehen und könnten langfristig zu gezielteren Behandlungsstrategien beitragen.
 

Publikation:
Acute effects of selective serotonin reuptake inhibitors on cerebral glucose metabolism and blood flow.
Silberbauer LR, Reed MB, Gryglewski G, Murgaš M, Nics L, Godbersen GM, Stimpfl T, Hahn A, Hacker M, Lanzenberger R. Transl Psychiatry. 2026 Feb 3;16(1):54. doi: 10.1038/s41398-026-03849-2.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41633980/

 

Zur Person:
Dr. Leo Silberbauer, PhD ist Oberarzt an der Klinischen Abteilung für Allgemeine Psychiatrie der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Universität Wien und in der Forensik tätig. Er forscht seit 2014 in den Forschungslabors „ADVANCED NEUROIMAGING LABS (ANIL) – PET, MRI, EEG, TMS“ von Univ.-Prof. Rupert Lanzenberger (www.meduniwien.ac.at/neuroimaging/) mit seinem Schwerpunkt auf affektive Störungen und Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS).